Norwegen / Yddin
März 2011

Nachdem wir letztes Jahr aus beintechnischen Gründen mit unserem Langlaufurlaub in Norwegen pausieren mussten, war es jetzt endlich wieder soweit: Skilanglauf in Yddin (No).

Im Dezember 2010 lag sogar bei uns so viel Schnee, dass wir ein paarmal unsere Bretter auf der Halde Hoheward in Herten angeschnallt haben. Aber Mitte Januar war die weiße Pracht weg und die winterliche Matsche und Tristes wieder da. Auch die landschaftlichen Reize und die „Loipen“ kommen mit unserem lieblings-Langlaufgebiet nicht mit!

Wir haben rekonstruiert, dass es unser 8. Besuch in Yddin war – kein Wunder, es ist ja auch so schön hier – insbesondere im Winter!

Sowohl Hin- als auch Rückfahrt verliefen absolut reibungslos – keinerlei Stau oder Pannen. Auch unsere Übernachtungsplätze auf der Hinfahrt in Schweden und auf der Rückfahrt in Dänemark haben wir ohne Probleme gefunden.

Wir haben es in den Monaten vor unserer Reise im Internet schon verfolgt, auch in Norwegen verlief der Winter eher außergewöhnlich: Ende 2010 war es mit z.T. -25 €°C tagsüber extrem kalt und es fiel insgesamt recht wenig Schnee. Harald, der Hüttenwirt, wußte zu berichten, dass es außerdem häufig ausgesprochen windig war und so der gefallene Schnee verweht wurde.

In diesem Winter bewohnten wir die Hütte Nr. 13. Als ich diese Hütte das erste mal betrat, hatte ich das Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt – stand die Hütte etwa schief? Dann kam Andreas rein und rief „die Hütte steht doch schief! …“. Harald fand das inm Ordnung – bei Frost kann das schon mal passieren.
Beim Duschen mussten wir eben etwas aufpassen, dass des Duschwasser durch den Türschlitz nicht in den kleinen Flur schwappt.

Übrigends entdeckte Andreas beim Blick aus dem Panoramafenster einen etwas verwirrten Schneehasen, den wir wohl bei unserer Ankunft geweckt hatten.

Wir haben auf unseren Touren zwar die eine Bank und den anderen Zaun gesehen, von deren Existenz während unserer anderen winterlichen Besuche absolut nichts zu bemerken war, unsere Touren waren aber deshalb nicht eingeschränkt – schließlich lag immer noch gut 85 cm Schnee.

Auf der Tour am Fuß des Skargets entlang war die Schneedecke dann doch ganz schön dünn. Dazu kam, dass es an dem Tag, an dem wir uns zu dieser sehr schönen, ca. 22 km langen Tour entschieden haben, schön sonnig und außerordentlich windig war. In weiser Voraussicht haben wir Janosch gar nicht erst mitgenommen – ohne Bleigurt wäre er vielleicht weggeweht worden?! Es war so windig, dass wir auf eine Pause verzichten mussten. Der Schnee am Fuß des Sargets war so verharscht, dass das Führen der Ski extrem schwierig und anstrengend war.

Die Abfahrten waren unberechenbar, weil man einfach nicht erkennen konnte, ob man auf weichen Pulverschnee oder auf verharschte Schneefelder zufuhr. Am Ende dieser Tour waren wir so platt, dass wir auf den traditionellen Tourabschluss mit Haralds Waffeln verzichtet haben. Wir hatten auch keine Lust mehr auf Sauna.

Unsere zweite, lange Tour nach Vangsoe (ca. 24 km) haben wir bei super Wetter gemacht – Sonne und kein Wind! Die Loipe war in einem super Zustand. Natürlich gab es in Vangsoe, am Fuß des Rundemellen, Waffeln und Bier und für die Hunde einen Hundesnack nebst Leckereinen in der Sonne. Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass Janosch mit seinen 11 Jahren auf der Tour keine Unlust oder Ermüdung gezeigt hat!

Obwohl in diesem Jahr die Sonnenaktivität wohl recht hoch war, haben wir nur zweimal Nordlichter beobachten können. Andreas hat sich abends einen Nordlicht-Alarmtisch mit der Fotoausrüstung und warmer Kleidung zurecht gelegt. Wenn wir nachts wach wurden haben wir aus dem Fenster unserer Speisekammer gesehen und Nordlicht gesucht.

Das Wetter war insgesamt recht gut. Wir hatten einige sonnige Tage und nur einen Tag, an dem es fast durchgängig geschneit hat und das war der Tag nach unserer Sturm-Tour zum Skarget, an dem wir sowieso eine Pause einlegen wollten. An einigen Tagen in der ersten Woche wurden wir von blauen Himmel geweckt, zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr zogen dann Wolken auf, die am späteren Nachmittag dann wieder abzogen.

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Am Tag der Abreise hat uns das tolle Wetter den Abschied schon sehr schwer gemacht. Gegen 10:30 Uhr ging es wieder Richtung Heimat. Der Kulturschock kommt auf den Heimfahren aus Yddin immer wieder, wenn man nach 12 Tagen Einsamkeit durch Oslo fährt.

Yddin – nächstes Jahr gerne wieder!