Norwegen / Yddin
März 2012

Und wieder hat es uns im März zum Skilanglauf nach Norwegen verschlagen – genauer gesagt nach Yddin, unserem Lieblings-Skilanglaufgebiet (gut 900 m über NN und 220 km nördlich von Oslo).

Leider lag dieses Jahr noch weniger Schnee als letztes Jahr – aber zum Skilanglauf hat es allemal gelangt!
Zugegeben, bei unser Ankunft waren wir etwas erschrocken: Die Fußwege zu den Hütten waren schneefrei. Wir sahen Zäune, Bänke und Feuerstellen, die wir in den Urlauben zuvor wegen der Schneeberge nie zu Gesicht bekommen hatten.

In der ersten Woche lagen die Temperaturen tagsüber bei bis zu +8 °C und nachts bei nie tiefer als -4°C -“ also wirklich extrem warm für hiesige Verhältnisse; es war sehr windig und sehr sonnig. Durch das viele Tauen und Frieren ist der Schnee am Boden sehr harsch und hundepfotenunfreundlich, so dass beide Hunde die langen Touren lieber nicht mitgingen. Auch für uns war der verharschte Schnee sehr anstrengend – vor allem an den Anstiegen. Auf ebener Strecke hatten wir keinen „Abdruck“ und die Abfahrten waren so rasant, dass wir ausschließich die Tourenski mit Stahlkanten verwendet.

Am Samstag zog Bewölkung auf und es wurde endlich kälter. Es fielen sogar ein paar Schneeflocken – die Betonung liegt auf paar. Wir hofften ja auf deutlich mehr Neuschnee, aber bitte kurzfristig und wenn möglich nachts, so dass uns kein Skitag verloren geht. Am 24. März (der Tag, an dem wir unsere Heimfahrt antreten mussten) fand ein berühmter Skimarathon über 65 km statt – bis dahin sollte sich die Schneesituation doch deutlich verbessern. Laut Harald (Hüttenwirt) nehmen 1000 Läufer teil, die schnellen Läufer sind verrückt “ …  die sehen keinen Elch und hören keinen Vogel … und schimpfen an den Versorgungsstellen, wenn es ihnen nicht schnell genug geht!“.

Harald fand den Monat März „… sehr speziell …“ (jeweils mit spitzem S) „… sehr warm, viel Eis und viel starker Wind…“.

Die zweite Woche fing sehr kalt und extrem windig an. Wir brachen sogar eine Tour ab, weil uns der Wind buchstäblich den Atem geraubt hat.

Fast jede Nacht leuchtet der Himmel im Norden – aber Donnerstagnacht der ersten Woche war das Nordlicht besonders toll. Auf den Fotos, die Andreas gemacht hat, sieht man das, was man nachts mit Menschenaugen nicht sieht: Das Nordlicht war nicht nur grünlich, sondern auch violett!

Wir wollen nicht hoffen, das sich die schlechten Schneebedingungen in den nächsten Jahren so weiter entwickeln, denn eigentlich möchten wir nächstes Jahr wieder kommen!