Osterurlaub in Halk (Dänemark)
31.03. bis 15.04.2007

Nach einer, wie immer vor dem Urlaub, stressigen Arbeitswoche haben wir uns am Samstag, 31.03.2007 mit dem Ziel Halk gen Norden aufgemacht. Doch bevor es an die dänische Ostsee gehen sollte, war ein Zwischenstopp in Leck bei Ellen und Ernst (Tante und Onkel von Andreas) geplant. Während Andreas Samstagvormittag das WoMo bepackt hat, habe ich mit unseren haarigen Freunden einen ausgedehnten Spaziergang gemacht, denn schließlich stand uns allen eine gut 6-stündige Autofahrt bevor.

Und siehe da: auf dem Heimweg hat Janosch nach langer Zeit Merle zum Spielen aufgefordert – eine für mich sehr erfreuliche Beobachtung, nachdem er sich nach seinem Hexenschuss so lange unsicher gegeben hatte!

In Leck angekommen gab es erst einmal eine herzliche Begrüßung und ein schönes Gläschen Sekt und dann für uns Zwei- und Vierbeiner unter Ellens ortskundiger Führung einen netten Spaziergang.

Wir verbrachten einen schönen Abend bei leckerem Essen und nettem Schwätzchen. Merle übernachtete das erste Mal im WoMo auf dem Garagenplatz hinter dem Haus und wir hatten den Eindruck, dass sie das gar nicht so übel fand. Schon jetzt war die Stresswoche vergessen und wir Zweibeiner fühlten uns gut erholt.

Tondern

Tondern

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es gegen Mittag weiter. Nach einer Stippvisite in der kleinen dänischen Stadt Tondern gleich hinter der deutsch-dänischen Grenze ging es weiter nach Halk, einem kleinen Ort an der Ostsee, 50m durch Halk und auf den sehr schön gelegenen Campingplatz oberhalb eines Sandstands.

Wir waren schon in den vergangenen beiden Jahren in Frühjahr hier und haben weder den Campingplatz noch den Sandstrand überlaufen vorgefunden. Sicher ist zu Ostern hier ein bisschen mehr los als in den anderen Tagen der Nebensaison, geht man aber den Strand lang (egal ob nach Osten oder Westen) wird es schnell angenehm einsam.

Ab und zu trifft man einen der verrückten Meerforellenangler, die fliegenfischenderweise versuchen, Meerforellen aus der Ostsee zu ziehen. Auch Andreas macht diese komischen Versuche – in den letzten beiden Jahren jedoch erfolglos.

In diesem Urlaub ist es Andreas gelungen 8 dieser für Fischesser wohl sehr leckeren Fische an die Angel zu bekommen. Da die Dosis von 8 Fischen in 14 Tagen zwar nicht letal, aber dann doch etwas eintönig wäre, ist es ganz gut, dass es auf dem Campingplatz einen Gefrierschrank gibt.

Da unser Quirl Merle gut beschäftigt werden muss und auch Janosch viel Spaß dran hatte, habe ich vor dem Urlaub noch schnell einen Kinder-Kriech-Tunnel und ein paar Pylone organisiert, um einen Hauch von Agility mit den beiden einzuüben. Janosch hat das vor einigen Jahren mit Begeisterung in einem Verein gemacht. Wir haben das Ganze aber gestoppt, nachdem er eine seiner insgesamt vier Schmerzattacken hatte. Die Tierärzte hatten damals Arthrose in den Hüftgelenken diagnostiziert und rieten von Agility ab. Ob es nun Arthrose oder auch ein Hexenschuss war, ist egal: Richtiges Agility ist mit dieser Sache für Janosch nicht das Richtige.


Aber ein lustiges Spiel am Strand mit Tunnel und weit gestecktem Slalom schadet Janosch sicher nicht. Alles was mit Sprüngen zu tun hat ist für Janosch tabu.

Dass wir mit Merle jemals ambitioniertes Agility machen werden, möchte ich bezweifeln und gesteigerte Aktivitäten in diese Richtung werden wir in jedem Fall von einer tierärztlichen Untersuchung abhängig machen. Auf jeden Fall haben Janosch und Merle sichtlich Spaß an der Sache, vielleicht gerade weil wir das ganze als Spiel und nicht als Sport sehen.

Um Ostern rum wurde das Wetter schlechter und kühler. Aber tagsüber hat es nicht geregnet, so dass man immer rausgehen konnte. Im Gegensatz zu letztem Jahr blühten auf dem benachbarten Truppenübungsplatz die Küchenschellen.

Pünktlich nach Ostern wurde es wieder sonnig und sehr warm, so dass die üblichen Sandkastenspiele wie…

Drei gewinnt

Und auch diverse Outdoor-Schmusestunden gab es.

Trotz bestmöglicher Animation durch Andreas und Janosch will Merle, unsere Portugiesische Wasserhündin, nicht schwimmen.
Sie begnügt sich mit waten, Seetang fangen und Muschelsuchen.

Mit Hundekeksen gelockt, geht sie schon mal tiefer ins Wasser… laut Andreas hat sie teilweise die „Bodenhaftung verloren“. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Janosch hat uns in dem Alter auch noch den Vogel gezeigt, wenn wir ihn zum schwimmen bringen wollten.
Auf jeden Fall hat Merle wohl genau so viel Spaß am WoMo-Leben wie der Rest der Bande.

In diesem Urlaub gab es für die beiden Hunde jeden Morgen nach einem ersten, kleinen Strandspaziergang draußen Frühstück.
Am 12.04. hatten wir Zweibeiner unser erstes Abendessen unter freiem Himmel und am nächsten Morgen auch das erste Freiluft-Frühstück in diesem Jahr.
Wir sind gespannt, wie es Merle im Sauerland auf unser Kuhweide gefällt und wie viele Bäume es da nach Kyrill noch gibt. Unsere Lieblingskuhweide liegt nämlich im Kreis Olpe und das war nach dem Orkan Katastrophengebiet.